Mentale GesundheitDeutschland

Mehrbereichiges Online-Screening

Depressionstest

Dieses Screening ist kein 2-Minuten-Schnelltest nur zu Depression. Es ist ein mehrbereichiges Screening zu Depression, Angst und Stress plus Kontextfragen (Alltag, Verlauf, Schlaf, Belastungen, Ressourcen, Denkmuster). Dauer ca. 20 Minuten. Orientierung, keine Diagnose.

Wozu dient dieser Test?

Sie erhalten eine Übersicht darüber, wie stark Sie in der letzten Woche Beschwerden wie Niedergeschlagenheit, Interessenverlust, innere Unruhe oder Hoffnungslosigkeit berichten, und wie Kontextfaktoren mitspielen können.

Am Ende bekommen Sie einen persönlichen Bericht mit Einschätzung und Hinweisen. Das kann bei der Selbstklärung helfen und ein Fachgespräch vorbereiten. Ein kürzerer Depression-only-Pfad ist derzeit nicht verfügbar.

Was wird in diesem Test gefragt?

Zuerst beantworten Sie 42 Aussagen zur vergangenen Woche zu Stimmung, Angst und Anspannung. Diese Aussagen stammen aus dem DASS-42 (Depression Anxiety Stress Scales). Danach folgen kurze Kontextmodule zu Alltag, Verlauf, Schlaf, Belastungen, Ressourcen und Denkmustern.

Es geht um Ihre Selbsteinschätzung und nicht um Laborwerte oder eine vollständige Krankheitsgeschichte.

Methode und Instrument: DASS-42

Kerninstrument: Depression Anxiety Stress Scales mit 42 Items (DASS-42) von S. H. Lovibond und P. F. Lovibond (University of New South Wales). Die Skala erfasst drei Bereiche getrennt: Depression, Angst und Stress.

Public Domain: Der DASS wird von den Autorinnen und Autoren als Public-Domain-Instrument für Forschung und klinische Orientierung bereitgestellt (siehe offizielle DASS-Seiten der University of New South Wales). Das bedeutet üblicherweise freie Nutzung der Originalskala; kommerzielle Sondernutzungen und Übersetzungen können trotzdem eigene rechtliche und wissenschaftliche Sorgfaltspflichten haben.

Deutsche Formulierung: Im Code und in den Kommentaren dieses Projekts ist keine konkrete deutsche Übersetzungsquelle (z. B. Essau, Nilges/Franciello oder eine andere benannte Fassung) als verbindliche Vorlage dokumentiert. Die Itemtexte folgen einer gebräuchlichen deutschsprachigen Formulierung der DASS-Aussagen zur Verständlichkeit im Screening. Die offizielle DASS-Website übernimmt keine Gewähr für Übersetzungen.

Änderungen gegenüber dem Original: Gegenüber dem englischen Original kann die deutsche Formulierung in Wortlaut und Nuance abweichen. Soweit im Projekt nachvollziehbar, wurden Itemtexte für die Lesbarkeit angepasst; eine vollständige Item-für-Item-Differenzliste zu einer benannten Standardübersetzung liegt hier nicht vor. Frühere Markennennung „Klarheit“ in Begleittexten wurde durch „Mentale Gesundheit Deutschland“ ersetzt; das betrifft die Rahmentexte, nicht die wissenschaftliche Herkunft des DASS.

Lizenz / Validierungshinweis: Nutzung im Rahmen dieses Screenings zur Orientierung. Der DASS ist etabliert; Übersetzungen und Zusatzmodule dieses Angebots sind damit nicht automatisch als eigenständig validierte klinische Instrumente ausgewiesen. Mentale Gesundheit Deutschland stellt keine Diagnose und ersetzt keine lizenz- oder verwendungsrechtliche Einzelfallprüfung.

Auswertung (vereinfacht): Jede Aussage wird auf einer Skala von 0 bis 3 bewertet (bezogen auf die vergangene Woche). Pro Subskala (je 14 Items) wird die Summe gebildet (0–42). Anschließend ordnet die Auswertung die Summe in Schwerebänder ein (unauffällig bis sehr stark erhöht), analog zu gebräuchlichen DASS-42-Cut-offs. Details und Grenzen stehen im Ergebnisbericht.

Grenzen der Interpretation: Das Ergebnis ist eine Selbsteinschätzung der letzten Woche. Es diagnostiziert keine Depression, unterscheidet keine Depressionsformen und ersetzt keine Anamnese, körperliche Abklärung oder Therapieentscheidung.

Zusatzmodule: Methodik und Grenzen

Was die Zusatzmodule sind: Alltag, Verlauf, Schlaf und Körper, Lebensbelastung, Ressourcen, Denkmuster. Sie sind keine Bestandteile des Original-DASS und keine validierten klinischen Instrumente im Sinne des DASS. Sie liefern Kontext und Gesprächsimpulse für den Bericht.

Wirkung auf den Bericht: Die DASS-Summen und Schwerebänder bleiben die Kernauswertung. Zusatzmodule ergänzen Einordnungstexte, Themenhinweise und Empfehlungen auf hoher Ebene (z. B. Schlaf, Belastungen, Ressourcen). Sie ändern die DASS-Scores nicht nachträglich.

Empfehlungslogik (hochebene): Hinweise richten sich nach berichteter Belastung und Kontext (z. B. stärker belastete Bereiche zuerst ansprechen, Ressourcen nennen, Fachwege wie Hausarztpraxis oder 116 117 vorschlagen). Es gibt keine automatische Diagnose und keine medikamentösen Empfehlungen.

Krisenhinweise: Der Test ist kein Notfallinstrument. Bei akuter Gefahr gelten die allgemeinen Krisennummern (112, Telefonseelsorge). Es gibt kein separates „Sicherheit“-Modul mehr als eigenständigen klinischen Test; Krisenhinweise erscheinen als redaktionelle Soforthilfe, nicht als validiertes Risikoinstrument.

Fehlende Antworten: Pflichtfragen im DASS-Modul müssen beantwortet werden, bevor es weitergeht. Unvollständige Durchläufe erzeugen keinen vollständigen Ergebnisbericht. Übersprungene optionale Kontextfragen (falls vorhanden) fließen nicht in die Kern-Scores ein.

Was dieser Test nicht leisten kann

Der Test stellt keine Diagnose und unterscheidet keine Depressionsformen. Er kann auch Ursachen nicht klären und keine Behandlungsempfehlung ersetzen.

Dafür braucht es ein persönliches Gespräch mit Fachpersonal. Fachtexte auf dieser Website ergänzen den Test, ersetzen ihn aber nicht.

Für wen ist dieser Test geeignet?

Der Test eignet sich für Erwachsene, die ruhig und strukturiert einordnen möchten, wie es ihnen geht, etwa vor einem Praxisbesuch oder zur Selbstreflexion. Planen Sie etwa 20 Minuten ohne Unterbrechung.

Er ist kein Notfallinstrument. Bei akuter Gefahr oder Suizidgedanken rufen Sie bitte den Notruf 112 an oder die Telefonseelsorge unter 0800 111 0 111 (kostenlos und anonym).

So füllen Sie den Test aus

Antworten Sie möglichst spontan und ehrlich. Beziehen Sie sich auf die vergangene Woche und wählen Sie die Stufe, die am besten passt.

Ihre Angaben dienen ausschließlich Ihrer eigenen Orientierung. Es handelt sich nicht um eine Untersuchung, Beratung oder Therapie.

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Mehr zu depressiven Beschwerden und zur Abgrenzung von anderen Belastungen finden Sie in unseren Themenbeiträgen.

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