Eine vulnerable Lebensphase
Jugend bedeutet Identitätssuche, soziale Vergleiche, Leistungsdruck und rasche Veränderungen im Körper und im Gehirn. Anhaltende Traurigkeit, Rückzug, starke Angst, Selbstverletzung, Schlafstörungen oder plötzliche Leistungsabfälle sollten ernst genommen werden, auch wenn „Pubertät“ als Erklärung naheliegt. Frühe Unterstützung verhindert oft, dass sich Muster verfestigen.
Digitale Dauererreichbarkeit, Mobbing und Unsicherheit über die Zukunft können Belastung verstärken. Gleichzeitig verfügen viele Jugendliche über Resilienzquellen: Freundschaften, Hobbys, verlässliche Erwachsene und Orte, an denen sie sich sicher fühlen.
Für junge Menschen und Bezugspersonen
Zuhören, nicht bagatellisieren, und früh Fachhilfe einbeziehen: Schule, Jugendhilfe, kinder- und jugendpsychiatrische Angebote. Unsere Screenings sind für Erwachsene konzipiert; bei Verdacht auf depressive Belastung bei jungen Erwachsenen ab 18 kann das Depressionsscreening Orientierung geben. Für Minderjährige gilt: bitte spezialisierte Angebote für Kinder und Jugendliche nutzen.
