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Psychose

Psychose und Schizophrenie: Was ist der Unterschied?

Worin sich psychotische Symptome, Schizophrenie und andere mögliche Diagnosen unterscheiden und warum daraus keine vorschnelle Prognose folgen sollte.

Worin sich psychotische Symptome, Schizophrenie und andere mögliche Diagnosen unterscheiden und warum daraus keine vorschnelle Prognose folgen sollte.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
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Psychose ist ein Beschwerdebild

Der Begriff Psychose beschreibt eine Phase oder einen Zustand mit deutlich verändertem Realitätsbezug. Dazu können Halluzinationen, Wahn, Ich-Störungen und desorganisiertes Denken gehören. Der Begriff allein legt weder Ursache noch Dauer fest.

Psychotische Symptome können daher im Rahmen unterschiedlicher Erkrankungen auftreten.

Schizophrenie ist eine mögliche Erkrankung

Psychotische Symptome gehören zum Krankheitsbild einer Schizophrenie und können in akuten Phasen besonders ausgeprägt sein. Auch Antrieb, Konzentration, Gefühlsausdruck und soziale Teilhabe können beeinträchtigt sein. Für die Diagnose gelten festgelegte Kriterien zu Symptomen und Verlauf.

Eine einzelne psychotische Episode bedeutet nicht automatisch Schizophrenie. Fachpersonen prüfen unter anderem affektive Erkrankungen, Substanzwirkungen, kurz dauernde psychotische Störungen und körperliche Ursachen.

Auch Stimmungsepisoden können psychotisch verlaufen

Schwere Manien und Depressionen können psychotische Merkmale einschließen. Bei der Einordnung ist wichtig, ob psychotische Beschwerden ausschließlich während ausgeprägter Stimmungsepisoden auftreten oder unabhängig davon bestehen.

Vertiefend informieren Manie und Hypomanie sowie Depression oder bipolare Störung. Ein Depressionsscreening kann eine Psychose weder erkennen noch diagnostisch einordnen.

Diagnosen dürfen überprüft werden

Zu Beginn lässt sich der weitere Verlauf nicht immer sicher vorhersagen. Eine vorläufige Einordnung kann sich mit zusätzlichen Informationen verändern. Eine solche Anpassung kann Teil einer sorgfältigen Verlaufsdiagnostik sein.

Eine Diagnose soll passende Hilfe ermöglichen und keinen Menschen auf eine Bezeichnung reduzieren. Fragen zu Kriterien, Alternativen und Unsicherheiten dürfen im Behandlungsgespräch offen angesprochen werden.

Medizinischer Hinweis

Diese Informationen richten sich an Erwachsene und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Neu auftretende psychotische Beschwerden, starke Verwirrtheit oder ein deutlicher Verlust der Alltagsfähigkeit sollten zeitnah ärztlich oder psychiatrisch beurteilt werden.

Häufige Fragen

Wird aus jeder Psychose eine Schizophrenie?

Nein. Psychotische Beschwerden können einmalig, kurzzeitig oder in unterschiedlichen Erkrankungen auftreten. Der Verlauf muss fachlich beobachtet werden.

Kann eine Depression psychotische Symptome haben?

Ja. Schwere depressive Episoden können mit psychotischen Merkmalen einhergehen und sollten fachärztlich behandelt werden.

Kann sich eine Diagnose später ändern?

Ja. Besonders nach einer ersten Episode kann die diagnostische Einordnung mit dem beobachteten Verlauf präzisiert werden.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Psychose.

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