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Bipolare Störung

Was ist eine bipolare Störung?

Wie sich bipolare Störungen durch depressive, manische oder hypomanische Episoden zeigen und warum sie mehr sind als gewöhnliche Stimmungsschwankungen.

Wie sich bipolare Störungen durch depressive, manische oder hypomanische Episoden zeigen und warum sie mehr sind als gewöhnliche Stimmungsschwankungen.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
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Eine Erkrankung mit unterschiedlichen Stimmungsepisoden

Eine bipolare Störung gehört zu den affektiven Erkrankungen. Betroffene erleben abgrenzbare Phasen, in denen Stimmung, Antrieb, Aktivität, Denken und Schlaf deutlich vom persönlichen Normalzustand abweichen. Dazu gehören depressive Episoden sowie manische oder hypomanische Episoden. Zwischen den Episoden können längere stabile Zeiten liegen.

Der frühere Ausdruck „manisch-depressiv“ beschreibt zwar die beiden möglichen Pole, bildet aber nicht alle Verläufe ab. Nicht jede betroffene Person erlebt beide Seiten gleich häufig oder gleich stark. Depressive Episoden können lange im Vordergrund stehen, während frühere Hochphasen mitunter nicht als Teil der Erkrankung erkannt werden.

Woran sich eine Episode erkennen lässt

Entscheidend ist nicht ein einzelnes Gefühl, sondern eine deutliche Veränderung über einen zusammenhängenden Zeitraum. In einer Hochphase können stark gesteigerter Antrieb, ungewöhnlich wenig Schlaf ohne entsprechende Müdigkeit, Rededrang, beschleunigtes Denken, Reizbarkeit, überhöhte Selbsteinschätzung und riskante Entscheidungen zusammenkommen.

In einer depressiven Episode stehen häufig Niedergeschlagenheit oder innere Leere, Verlust von Freude, geringe Energie, verlangsamtes Denken, Schlafprobleme, Schuldgefühle und Hoffnungslosigkeit im Vordergrund. Anhand einer aktuellen Tiefphase allein lassen sich Depression und bipolare Störung oft nicht sicher unterscheiden.

Nicht jede Stimmungsschwankung ist bipolar

Stimmungen reagieren natürlicherweise auf Schlaf, Belastung, Konflikte und erfreuliche Ereignisse. Auch Angst, ADHS, Traumafolgen, Substanzen, Medikamente und körperliche Erkrankungen können Unruhe oder wechselnde Stimmung verursachen. Bei einer bipolaren Störung betrachtet die Diagnostik deshalb den Verlauf, die Dauer, die Veränderung gegenüber dem sonstigen Verhalten und die Folgen für den Alltag.

Die eigene Einschätzung oder ein Online-Fragebogen kann diese Verlaufsdiagnostik nicht ersetzen. Wer bei sich wiederkehrende Hoch- und Tiefphasen vermutet, sollte sie in einer psychiatrischen oder psychotherapeutischen Praxis besprechen.

Behandlung und Leben mit der Erkrankung

Bipolare Störungen sind behandelbar. Je nach Phase und persönlichem Verlauf können Medikamente, Psychotherapie, Wissensvermittlung, ein möglichst stabiler Schlaf-Wach-Rhythmus, Früherkennung und soziale Unterstützung zusammenwirken. Die Behandlung wird langfristig geplant und regelmäßig überprüft.

Einen ersten Überblick bietet Wie werden bipolare Störungen behandelt?. Bei akuter Gefahr, Suizidgedanken, starker Enthemmung oder Realitätsverlust finden Sie unter Hilfe in Krisen sofort erreichbare Anlaufstellen.

Medizinischer Hinweis

Diese Informationen richten sich an Erwachsene und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei deutlicher Überaktivität, stark vermindertem Schlafbedürfnis, Realitätsverlust, Suizidgedanken oder möglicher Eigen- oder Fremdgefährdung ist rasche psychiatrische Hilfe erforderlich.

Häufige Fragen

Ist eine bipolare Störung dasselbe wie Stimmungsschwankungen?

Nein. Bipolare Störungen umfassen abgrenzbare Episoden mit deutlichen Veränderungen von Stimmung, Antrieb, Schlaf, Denken und Verhalten. Gewöhnliche Stimmungsschwankungen reichen für eine Diagnose nicht aus.

Gibt es zwischen den Episoden stabile Zeiten?

Ja. Viele Menschen erleben zwischen Krankheitsepisoden Zeiten mit ausgeglichener Stimmung. Dauer und Ausmaß der Stabilität unterscheiden sich.

Kann eine bipolare Störung behandelt werden?

Ja. Eine individuell geplante Kombination aus Medikamenten, Psychotherapie, Wissensvermittlung und Rückfallvorbeugung kann Beschwerden verringern und Stabilität fördern.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Bipolare Störung.

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