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Thema

Bipolare Störung: Symptome, Diagnose, Behandlung und Alltag

Verständliche Informationen zu bipolaren Störungen: Manie, Hypomanie, depressive und gemischte Episoden, Diagnostik, Behandlung und Rückfallvorbeugung.

Kurzüberblick: Was ist eine bipolare Störung?

Bipolare Störungen verlaufen in abgrenzbaren Stimmungsepisoden. Dazu gehören depressive Phasen sowie manische oder hypomanische Phasen mit deutlich verändertem Antrieb, Schlaf, Denken und Verhalten. Zwischen den Episoden können stabile Zeiten liegen. Einen Einstieg bietet Was ist eine bipolare Störung?.

Nicht jede wechselnde Stimmung ist bipolar. Für die fachliche Einordnung zählen der Verlauf, die Veränderung gegenüber dem persönlichen Normalzustand und die Folgen für Alltag und Sicherheit. Mehr dazu unter Bipolar oder einfach launisch?.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Eine psychiatrische Abklärung ist sinnvoll, wenn wiederkehrende Hoch- oder Tiefphasen deutlich vom üblichen Zustand abweichen, das Schlafbedürfnis stark sinkt, riskante Entscheidungen zunehmen oder Beziehungen, Arbeit und Selbstversorgung leiden. Der Ablauf wird unter Diagnose bipolarer Störungen erklärt.

Bei Realitätsverlust, Suizidgedanken, starker Enthemmung oder akuter Eigen- oder Fremdgefährdung ist sofortige Hilfe erforderlich. Rufen Sie 112 oder suchen Sie eine psychiatrische Notaufnahme auf. Weitere Wege finden Sie unter Hilfe in Krisen.

Screenings richtig einordnen

Auf Mentale Gesundheit Deutschland ist derzeit kein freigeschaltetes Bipolar-Screening verfügbar. Das Depressionsscreening kann aktuelle depressive, ängstliche und stressbezogene Beschwerden strukturieren. Es kann weder eine bipolare Störung feststellen noch eine bipolare von einer unipolaren Depression unterscheiden.

Themenübersicht

Wichtigste Artikel

Zuerst die Kernseiten.

Alle Artikel

Vollständige Übersicht nach Themenfeldern (7 weitere Beiträge; die Kernartikel oben werden hier nicht wiederholt).

Bipolare Störungen verstehen

3 Artikel

Grundlagen zu Episoden, Manie, Hypomanie, Mischzuständen, Ursachen und Diagnostik.

Mit bipolaren Schwankungen leben

1 Artikel

Alltagsnahe Orientierung zu Frühwarnzeichen, Schlaf, Beziehungen und langfristigem Umgang.

Behandlung und Rückfallvorbeugung

2 Artikel

Informationen zu Behandlungsplanung, Medikamenten, Psychotherapie und Krisenvorsorge.

Beschwerden einordnen

1 Artikel

Abgrenzung zu gewöhnlichen Stimmungsschwankungen und anderen möglichen Erklärungen.

Quellen und redaktionelle Verantwortung

Die Artikel orientieren sich an der deutschen S3-Leitlinie zur Diagnostik und Therapie bipolarer Störungen, an gesund.bund.de, Informationen der DGBS und ergänzend an der NICE-Leitlinie. Die deutsche Leitlinie wird derzeit überarbeitet; ihr veröffentlichter Stand und aktuelle internationale Sicherheitshinweise wurden deshalb transparent berücksichtigt.

Die Inhalte von Mentale Gesundheit Deutschland sind quellenbasierter redaktioneller Text. Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor. Mehr dazu im Qualitäts- und Redaktionsprozess.

Häufige Fragen

Sind Stimmungsschwankungen automatisch bipolar?

Nein. Für bipolare Störungen sind abgrenzbare Episoden mit deutlichen Veränderungen von Stimmung, Aktivität, Schlaf, Denken und Verhalten entscheidend.

Was unterscheidet Manie und Hypomanie?

Beide umfassen eine deutliche Hochphase. Eine Manie beeinträchtigt Alltag und Urteilsfähigkeit schwerer und kann psychotische Symptome einschließen. Bei einer Hypomanie treten keine psychotischen Symptome auf.

Kann ein Online-Screening Bipolar diagnostizieren?

Nein. Ein Screening kann Beobachtungen ordnen, ersetzt aber keine fachliche Verlaufsdiagnostik. Das hier verfügbare Depressionsscreening unterscheidet keine unipolare und bipolare Depression.

Wann ist sofortige Hilfe nötig?

Bei akuter Eigen- oder Fremdgefährdung, Suizidplänen, Realitätsverlust oder schwerer Enthemmung rufen Sie 112 oder suchen eine psychiatrische Notaufnahme auf.