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Essstörungen

Ich fühle mich unwohl in meinem Körper

Körperunzufriedenheit einordnen, belastende Vergleiche begrenzen und erkennen, wann fachliche Unterstützung sinnvoll ist.

Körperunzufriedenheit einordnen, belastende Vergleiche begrenzen und erkennen, wann fachliche Unterstützung sinnvoll ist.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
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Körperunzufriedenheit ist belastend, aber nicht automatisch eine Essstörung

Viele Menschen erleben Phasen, in denen sie ihren Körper kritisch beurteilen. Bei einer Essstörung kann die Bewertung von Figur oder Gewicht jedoch einen übermäßig großen Einfluss auf Selbstwert, Essen, Bewegung und soziale Teilhabe gewinnen.

Entscheidend ist nicht, ob Sie Ihren Körper immer mögen. Achten Sie vielmehr darauf, ob Gedanken über den Körper Ihren Alltag einengen, Angst auslösen oder gesundheitsschädliches Verhalten begünstigen.

Körperneutralität kann ein erreichbarer Schritt sein

Der Anspruch, den eigenen Körper sofort lieben zu müssen, kann zusätzlichen Druck erzeugen. Körperneutralität bedeutet, den eigenen Körper mit Fürsorge und Respekt zu behandeln, auch wenn positive Gefühle ihm gegenüber gerade schwerfallen.

  • Accounts und Medien weniger nutzen, wenn danach Vergleiche oder Selbstabwertung zunehmen
  • Gespräche über Diäten, Gewicht und Körper anderer freundlich begrenzen
  • Kleidung wählen, die derzeit bequem ist, statt den Körper ständig zu prüfen
  • Auf Funktionen, Bedürfnisse und Wohlbefinden achten, ohne neue Leistungsziele daraus zu machen

Selbstkontrollen können das Problem verstärken

Häufiges Prüfen im Spiegel, Messen, Wiegen oder Vergleichen kann kurzfristig beruhigen, auf Dauer aber die Beschäftigung mit dem Körper verstärken. In einer Therapie lässt sich schrittweise ein weniger zwanghafter Umgang damit entwickeln.

Radikale Selbsthilfeprogramme oder starre Ernährungsregeln sind keine sichere Lösung. Wenn Essen, Bewegung oder Körperkontrollen zunehmend den Alltag bestimmen, ist eine essstörungsspezifische Abklärung sinnvoll.

Frühzeitig Unterstützung suchen

Sie können Unterstützung suchen, auch wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Beschwerden die Kriterien einer Diagnose erfüllen. Beratungsstellen beraten häufig anonym und auch bei beginnenden Problemen.

Bei zusätzlicher anhaltender Niedergeschlagenheit kann das Depressionsscreening helfen, Stimmungssymptome für ein Gespräch zu ordnen. Es erkennt keine Essstörung und ersetzt keine fachliche Abklärung.

Medizinischer Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Essstörungen können den Körper auch dann ernsthaft belasten, wenn dies äußerlich nicht sichtbar ist. Bei Kreislaufproblemen, Ohnmacht, Brustschmerz, Verwirrtheit, Blutungen, schwerer Schwäche oder unmittelbarer Selbstgefährdung rufen Sie 112 oder suchen Sie eine Notaufnahme auf.

Häufige Fragen

Muss ich meinen Körper lieben, um gesund zu werden?

Nein. Ein respektvoller, weniger bewertender Umgang kann ein realistischer Schritt sein. Genesung verlangt keine dauerhafte positive Körperbewertung.

Sind soziale Medien die Ursache?

Sie können Vergleiche und Druck verstärken, erklären eine Essstörung aber nicht allein. Meist wirken mehrere biologische, psychische und soziale Faktoren zusammen.

Wann sollte ich Hilfe suchen?

Wenn Gedanken über den Körper viel Zeit beanspruchen, Essen oder Bewegung bestimmen, die soziale Teilhabe einschränken oder starken Leidensdruck auslösen.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Essstörungen.

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