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Essstörungen: Formen, Warnzeichen, Behandlung und Hilfe

Verständliche und behutsame Informationen zu Essstörungen: Formen, Warnzeichen, Diagnostik, Behandlung, Körperbild und Unterstützung für Angehörige. Keine Diagnose.

Kurzüberblick: Was sind Essstörungen?

Essstörungen sind ernsthafte psychische Erkrankungen, die Essen, Körperbild, Bewegung und das Gefühl von Kontrolle betreffen können. Sie kommen bei Menschen jeden Geschlechts, Alters und Körpergewichts vor. Das Aussehen zeigt weder zuverlässig, ob eine Essstörung vorliegt, noch wie groß das medizinische Risiko ist.

Zu den bekannten Formen gehören Anorexia nervosa, Bulimia nervosa und die Binge-Eating-Störung. Beschwerden können sich überschneiden oder verändern. Einen sachlichen Einstieg bieten Was sind Essstörungen? und Welche Formen gibt es?.

Wann fachliche Hilfe wichtig ist

Suchen Sie Unterstützung, wenn Gedanken an Essen oder Körper viel Raum einnehmen, das Essverhalten starr oder nicht mehr steuerbar wirkt, soziale Situationen vermieden werden oder körperliche Beschwerden auftreten. Sie müssen kein bestimmtes Gewicht oder eine bestimmte Erkrankungsdauer erreichen, um Hilfe zu verdienen.

Eine Hausarztpraxis kann körperliche Risiken prüfen. Psychotherapeutische Sprechstunden, psychosomatische oder psychiatrische Angebote und spezialisierte Beratungsstellen sind weitere Einstiege. Mehr dazu unter Warnzeichen, Diagnose und Behandlung.

Kein Essstörungs-Screening verfügbar

Mentale Gesundheit Deutschland bietet derzeit kein verfügbares Essstörungs-Screening an. Der im Testkatalog angekündigte Test ist noch nicht freigeschaltet. Andere Screenings, etwa zu Depression, können eine essstörungsspezifische Diagnostik nicht ersetzen.

Bei Ohnmacht, Brustschmerz, Atemnot, Verwirrtheit, Krampfanfällen, Blutungen, schwerer Schwäche oder unmittelbarer Selbstgefährdung rufen Sie 112 oder suchen Sie eine Notaufnahme auf. Bei Suizidgedanken finden Sie unter Hilfe in Krisen weitere sofort erreichbare Anlaufstellen.

Themenübersicht

Wichtigste Artikel

Zuerst die Kernseiten.

Quellen und redaktionelle Verantwortung

Die Inhalte orientieren sich an der S3-Leitlinie Essstörungen, der Patientenleitlinie, den Informationen der Deutschen Gesellschaft für Essstörungen und ergänzend an der NICE-Leitlinie. Die deutsche S3-Leitlinie wird derzeit überarbeitet; dieser Status wird transparent berücksichtigt.

Die Inhalte von Mentale Gesundheit Deutschland sind quellenbasierter redaktioneller Text. Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor. Mehr dazu im Qualitäts- und Redaktionsprozess.

Häufige Fragen

Kann man eine Essstörung am Gewicht erkennen?

Nein. Essstörungen kommen bei jedem Körpergewicht vor. Verhalten, Gedanken, Verlauf und körperlicher Zustand müssen fachlich beurteilt werden.

Gibt es hier einen Essstörungstest?

Derzeit ist kein Essstörungs-Screening verfügbar. Andere Online-Tests können eine essstörungsspezifische Diagnostik nicht ersetzen.

Wo finde ich erste Hilfe?

Mögliche Einstiege sind Hausarztpraxis, psychotherapeutische Sprechstunde und spezialisierte Essstörungsberatungsstellen. Bei akuten medizinischen Beschwerden oder unmittelbarer Selbstgefährdung gilt der Notruf 112.