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Trauma und PTBS

Dissoziation und Trauma

Dissoziation nach Trauma verstehen: Depersonalisation, Derealisation, Erinnerungslücken, Orientierung im Alltag und Gründe für fachliche Abklärung.

Unwirklichkeit, Distanz zum eigenen Körper oder Erinnerungslücken können dissoziative Erfahrungen sein. Sie sollten fachlich und medizinisch eingeordnet werden.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
Quellenhinweis:
Quellenbasierte Informationen nach der S3-Leitlinie PTBS 2026 sowie Patienteninformationen von DeGPT, IQWiG und gesund.bund.de.
Hinweis:
Quellenbasierter redaktioneller Inhalt

Was mit Dissoziation gemeint ist

Dissoziation ist ein Sammelbegriff für Unterbrechungen im üblichen Zusammenspiel von Wahrnehmung, Erinnerung, Identität, Gefühlen und Körpererleben. Menschen berichten etwa, die Umgebung wirke unwirklich, der eigene Körper fremd oder ihnen fehlten Erinnerungen an bestimmte Zeiträume.

Solche Erfahrungen können in leichter Form auch ohne Erkrankung vorkommen. Wiederholte, starke oder gefährliche Episoden sollten fachlich eingeschätzt werden.

Zusammenhang mit Trauma

Dissoziative Erfahrungen können während extremer Bedrohung und später bei Traumafolgestörungen auftreten. Sie sind jedoch nicht automatisch ein Beweis für verdrängte Erinnerungen oder eine bestimmte Diagnose.

Andere mögliche Ursachen sind Panik, Schlafmangel, neurologische Erkrankungen, Substanzen oder Medikamentenwirkungen. Plötzliche neue Verwirrtheit, Lähmungen, Krampfanfälle oder Bewusstseinsstörungen sind medizinische Notfälle.

Orientierung und Sicherheit

Hilfreich können deutliche äußere Reize sein, die nicht schmerzen: den Raum beschreiben, Füße bewegen, eine kühle Oberfläche berühren oder eine vertraute Person ansprechen. Autofahren, Maschinenbedienung oder Alleinsein an gefährlichen Orten sollten bei Kontrollverlust vermieden werden.

Erinnerungen sollten nicht durch suggestive Fragen oder Online-Übungen erzwungen werden. Gute Behandlung arbeitet transparent und respektiert Unsicherheit.

Fachliche Abklärung

Dokumentieren Sie, wenn möglich, Beginn, Dauer, Auslöser und Sicherheitsrisiken. Psychotherapeutisches oder ärztliches Fachpersonal berücksichtigt mögliche Traumafolgen, Angst, Depression, Substanzkonsum, Medikamente und körperliche Ursachen.

Bei unmittelbarer Gefahr, schwerer Verwirrtheit oder wenn eine Person nicht ansprechbar ist, wählen Sie 112. Bei wiederkehrenden Episoden bietet PTBS-Diagnostik einen ersten Überblick.

Medizinischer Hinweis

Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung für Erwachsene. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Ein Online-Artikel oder Screening kann nicht feststellen, ob eine Traumafolgestörung vorliegt.

Häufige Fragen

Ist Dissoziation dasselbe wie ein Flashback?

Nein. Beides kann zusammen auftreten, die Begriffe beschreiben jedoch unterschiedliche Erfahrungen. Flashbacks sind Formen des Wiedererlebens, Dissoziation betrifft Verbindungen von Wahrnehmung, Erinnerung und Selbsterleben.

Beweist Dissoziation ein Trauma?

Nein. Dissoziative Beschwerden haben verschiedene mögliche Ursachen und müssen im Gesamtbild eingeordnet werden.

Wann ist Dissoziation ein Notfall?

Bei Bewusstseinsstörung, schwerer Verwirrtheit, neurologischen Ausfällen, unmittelbarer Gefahr oder fehlender Ansprechbarkeit gilt 112.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Trauma und PTBS.

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