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ADHS

Medikamente bei ADHS

Wann Stimulanzien und andere Medikamente infrage kommen können, welche Kontrollen wichtig sind und warum Selbstmedikation riskant ist.

Wann Stimulanzien und andere Medikamente infrage kommen können, welche Kontrollen wichtig sind und warum Selbstmedikation riskant ist.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
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Quellenbasierter redaktioneller Inhalt

Medikamente sind eine mögliche Behandlungssäule

Bei Erwachsenen können ADHS-Medikamente die Aufmerksamkeit und Impulskontrolle verbessern sowie innere Unruhe verringern. Ob eine medikamentöse Behandlung sinnvoll ist, hängt von den Beeinträchtigungen, möglichen Risiken, Begleiterkrankungen, persönlichen Wünschen und bisherigen Maßnahmen ab.

Die Entscheidung setzt eine gesicherte Diagnose und eine ärztliche Prüfung voraus. Diese Seite gibt keine Empfehlung für ein bestimmtes Präparat und keine Dosierungsanleitung.

Stimulanzien und Nicht-Stimulanzien

Zum Einsatz kommen Stimulanzien, insbesondere Präparate mit Methylphenidat oder Lisdexamfetamin, sowie Nicht-Stimulanzien wie Atomoxetin. Welche Mittel zugelassen und geeignet sind und unter welchen Bedingungen die Kosten übernommen werden, hängt von der jeweiligen Situation ab.

Die Wirkung ist individuell. Ein Präparat kann gut helfen, unzureichend wirken oder nicht vertragen werden. Änderungen sollten ausschließlich mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt erfolgen.

Untersuchungen und mögliche Nebenwirkungen

Vor und während der Behandlung werden je nach Situation unter anderem Blutdruck, Puls, Gewicht, Schlaf, Appetit und psychische Veränderungen beurteilt. Vorerkrankungen, Schwangerschaft, andere Medikamente und Substanzkonsum müssen offen besprochen werden.

Mögliche Nebenwirkungen sind beispielsweise Appetitminderung, Schlafprobleme, innere Unruhe, Kopfschmerzen oder Veränderungen von Puls und Blutdruck. Bei starken Beschwerden, deutlicher psychischer Verschlechterung oder ungewöhnlichen Symptomen ist zeitnah ärztlicher Kontakt nötig.

Keine Selbstmedikation

ADHS-Medikamente dürfen nicht an andere weitergegeben, aus fremden Beständen eingenommen oder ohne ärztliche Rücksprache verändert werden. Auch Koffein, Nikotin oder andere Substanzen sind kein sicherer Ersatz. Sie können unter anderem den Schlaf und den Kreislauf belasten oder das Risiko einer Abhängigkeit erhöhen.

Medikamente lösen nicht automatisch alle Organisations- oder Beziehungsprobleme. Häufig bleiben praktische Anpassungen und gegebenenfalls Psychotherapie wichtig.

Medizinischer Hinweis

Diese Informationen richten sich an Erwachsene und dienen der allgemeinen Orientierung. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Bei anhaltenden oder stark belastenden Beschwerden wenden Sie sich bitte an ärztliches oder psychotherapeutisches Fachpersonal.

Häufige Fragen

Sind ADHS-Medikamente immer Stimulanzien?

Nein. Neben Stimulanzien gibt es auch andere Wirkstoffgruppen. Welche Option infrage kommt, wird gemeinsam mit der behandelnden Ärztin oder dem behandelnden Arzt entschieden.

Machen Stimulanzien abhängig?

Bei Stimulanzien besteht ein Risiko für Fehlgebrauch und Abhängigkeit, insbesondere wenn sie nicht wie verordnet angewendet werden. Das persönliche Risiko und der sichere Umgang mit dem Medikament sollten vor der Behandlung ärztlich besprochen werden.

Darf ich die Dosis selbst anpassen?

Nein. Dosisänderungen, Pausen und Absetzen sollten mit der behandelnden Praxis abgestimmt werden.

Ersetzen Medikamente Psychotherapie?

Nicht grundsätzlich. Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Beschwerden, Zielen und Begleiterkrankungen ab.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Wenn Sie Ihre Symptome strukturiert einordnen möchten, nutzen Sie unser ADHS-Screening. Es stellt keine Diagnose.

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