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Selbstverletzung

Selbstverletzung bei Jugendlichen: Schule und Vertraulichkeit

Orientierung für Jugendliche, Eltern und Vertrauenspersonen: die Situation ernst nehmen, Schutz organisieren und nächste Schritte offen besprechen.

Orientierung für Jugendliche, Eltern und Vertrauenspersonen: die Situation ernst nehmen, Schutz organisieren und nächste Schritte offen besprechen.

Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
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Quellenbasierter redaktioneller Inhalt

Frühe Unterstützung ist wichtig

Selbstverletzung bei Jugendlichen ist ein ernstes Zeichen von Belastung und sollte nicht als Phase, Trotz oder bloße Aufmerksamkeitssuche abgetan werden. Aus dem Verhalten allein lässt sich jedoch keine Diagnose ableiten. Die aktuelle Sicherheit, die körperliche Gesundheit, psychische Beschwerden und die Lebensumstände sollten fachlich eingeschätzt werden.

Jugendliche können sich an ihre Eltern, andere verlässliche Erwachsene, die Schulsozialarbeit, Beratungslehrkräfte, eine Haus- oder Kinderarztpraxis sowie kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Angebote wenden.

Was in Schule oder Ausbildung geschieht

Eine Lehrkraft oder eine Fachkraft der Schulsozialarbeit sollte ruhig zuhören, die aktuelle Sicherheit klären und nach den geltenden Schutzabläufen handeln. Dabei sollte sie offen erklären, welche Informationen weitergegeben werden müssen und wer als Nächstes einbezogen wird.

Schulpersonal übernimmt weder Diagnostik noch Therapie. Es kann aber einen geschützten Rahmen für das Gespräch bieten, Eltern oder andere Sorgeberechtigte einbeziehen, eine fachliche Abklärung anbahnen und bei unmittelbarer Gefahr den Notruf verständigen.

Vertraulichkeit und Schutz

Jugendliche sollten so weit wie möglich mitbestimmen können. Dazu gehört, gemeinsam zu überlegen, wer informiert wird und wie das Gespräch beginnen soll. Bei akuter Gefährdung oder gewichtigen Schutzbedenken kann es jedoch notwendig sein, Informationen weiterzugeben.

Absolute Geheimhaltung zu versprechen ist deshalb nicht hilfreich. Besser ist eine klare Aussage: „Ich behandle das vertraulich, soweit es sicher möglich ist. Wenn du unmittelbar gefährdet bist, hole ich Hilfe und sage dir, was ich tue.“

Angebote altersgerecht wählen

Kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Fachstellen können die Entwicklung, die familiäre und schulische Situation sowie weitere Beschwerden gemeinsam berücksichtigen. Eltern und Sorgeberechtigte sollten unterstützend einbezogen werden, ohne das Gespräch auf Kontrolle oder Schuldzuweisungen zu verengen.

Die Screenings von Mentale Gesundheit Deutschland richten sich an Erwachsene und sind nicht zur Beurteilung von Selbstverletzung gedacht. Bei akuter Gefahr gilt 112. Rund um die Uhr erreichbare Telefonnummern stehen unter Hilfe in Krisen.

Wichtiger Sicherheitshinweis

Diese Seite beschreibt keine Methoden der Selbstverletzung. Bei akuter Eigengefährdung, einer schweren Verletzung oder wenn Sie sich für die nächsten Stunden nicht sicher halten können, wählen Sie 112 oder gehen Sie in eine Notaufnahme. Bleiben Sie möglichst nicht allein. Weitere sofort erreichbare Kontakte finden Sie unter Hilfe in Krisen.

Die Informationen dienen der Orientierung und ersetzen keine persönliche medizinische oder psychotherapeutische Einschätzung. Mentale Gesundheit Deutschland bietet kein Selbstverletzungs-Screening an.

Häufige Fragen

Muss eine Lehrkraft die Eltern informieren?

Das hängt vom Alter, von der Gefährdung und von den geltenden Schutzpflichten ab. Die Lehrkraft sollte offen erklären, welche Schritte nötig sind. Bei akuter Gefahr hat der Schutz Vorrang.

Sind die Online-Screenings dieser Website für Minderjährige geeignet?

Nein. Die Screenings sind für Erwachsene konzipiert und nicht zur Beurteilung von Selbstverletzung gedacht. Jugendliche sollten sich an altersgerechte Fachangebote wenden.

Wie sollten Eltern reagieren?

Eltern sollten ruhig zuhören, nicht beschämen, direkt nach der aktuellen Sicherheit fragen und zeitnah kinder- und jugendpsychiatrische oder psychotherapeutische Hilfe organisieren.

Quellen

Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.

Weitere Informationen

Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Selbstverletzung.

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