Trauma und PTBS
Hilfe bei Trauma und PTBS finden
Hilfe bei Traumafolgen in Deutschland: Hausarztpraxis, Psychotherapie, Traumaambulanz, 116117, Fachpersonensuche und Krisenhilfe.
Welche Anlaufstellen es in Deutschland gibt, woran Sie traumabezogene Kompetenz erkennen und was bei Wartezeiten oder akuter Gefahr möglich ist.
Redaktion Mentale Gesundheit Deutschland · · Quellenbasierter Inhalt · Details
- Quellenhinweis:
- Quellenbasierte Informationen nach der S3-Leitlinie PTBS 2026 sowie Patienteninformationen von DeGPT, IQWiG und gesund.bund.de.
- Hinweis:
- Quellenbasierter redaktioneller Inhalt
Mögliche erste Anlaufstellen
Eine Hausarztpraxis kann körperliche Beschwerden abklären, eine erste Einschätzung vornehmen und an weitere Stellen verweisen. In einer psychotherapeutischen Sprechstunde lässt sich klären, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist und welche Versorgung infrage kommt. Psychiatrische Praxen sind wichtig, wenn Medikamente, schwere Begleiterkrankungen oder akute Verschlechterungen eine Rolle spielen.
Traumaambulanzen und spezialisierte Kliniken kommen bei komplexen oder schweren Verläufen infrage. Nach bestimmten Gewalttaten können Traumaambulanzen nach dem Sozialen Entschädigungsrecht besondere frühzeitige Unterstützung anbieten.
Termine suchen
Gesetzlich Versicherte können über 116117.de oder telefonisch unter 116117 nach einer psychotherapeutischen Sprechstunde suchen. Privat Versicherte klären den Zugang und die Kostenerstattung mit ihrer Versicherung und der jeweiligen Praxis.
Die DeGPT bietet eine Suche nach Fachpersonen mit traumatherapeutischer Zusatzqualifikation. Fragen Sie Praxen dennoch konkret nach Erfahrung mit PTBS, komplexen Verläufen und den angebotenen Verfahren.
Das erste Gespräch vorbereiten
Notieren Sie kurz: Welche Beschwerden bestehen seit wann? Was beeinträchtigt Schlaf, Arbeit oder Beziehungen? Bestehen aktuell Gefahren, nehmen Sie Medikamente ein, konsumieren Sie Substanzen oder haben Sie Suizidgedanken? Sie müssen keine detaillierte Schilderung des Ereignisses vorbereiten.
Fragen Sie, wie Diagnostik abläuft, welche traumafokussierten Verfahren angeboten werden und wie mit Krisen umgegangen wird. Sie dürfen eine Vertrauensperson mitnehmen, wenn die Praxis dem zustimmt.
Wartezeiten überbrücken
Vereinbaren Sie bei Bedarf weitere hausärztliche oder psychiatrische Termine und fragen Sie nach Beratungsstellen, Gruppen oder ambulanter Krisenhilfe. Halten Sie wichtige Kontakte schriftlich fest. Wenn sich Ihr Zustand verschlechtert, sollte die Dringlichkeit erneut eingeschätzt werden.
Ein Depressionsscreening kann Hinweise auf begleitende depressive, angstbezogene und stressbezogene Belastungen geben, ersetzt aber keine Trauma-Diagnostik. Auf dieser Website gibt es derzeit keinen PTBS-Test.
Akute Krise und Notfall
Bei unmittelbarer Eigen- oder Fremdgefährdung, konkreten Suizidabsichten, schwerer Verwirrtheit oder medizinischem Notfall wählen Sie 112 oder gehen Sie in die nächste Notaufnahme. Bleiben Sie, soweit sicher möglich, nicht allein.
Die TelefonSeelsorge ist rund um die Uhr kostenlos und anonym unter 0800 111 0 111, 0800 111 0 222 oder 116 123 erreichbar. Regionale Krisendienste und weitere Hinweise finden Sie unter Hilfe in Krisen.
Medizinischer Hinweis
Diese Informationen dienen der allgemeinen Orientierung für Erwachsene. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung, Diagnose oder Behandlung. Ein Online-Artikel oder Screening kann nicht feststellen, ob eine Traumafolgestörung vorliegt.
Häufige Fragen
Brauche ich sofort eine Traumatherapie?
Das hängt von Beschwerden, Sicherheit und Diagnostik ab. Eine psychotherapeutische Sprechstunde kann den passenden nächsten Schritt klären.
Wie finde ich traumabezogene Kompetenz?
Fragen Sie nach Erfahrung mit PTBS, Zusatzqualifikation und angebotenen traumafokussierten Verfahren. Die DeGPT bietet eine Fachpersonensuche.
Gibt es auf dieser Website einen PTBS-Test?
Nein. Derzeit wird kein PTBS-Screening angeboten. Andere Tests können eine Trauma-Diagnostik nicht ersetzen.
Was gilt bei akuter Gefahr?
Bei unmittelbarer Gefahr, konkreten Suizidabsichten oder medizinischem Notfall gilt 112 oder die nächste Notaufnahme.
Quellen
- Informationsmaterial und weiterführende Hilfen (Deutschsprachige Gesellschaft für Psychotraumatologie, 2026)
- S3-Leitlinie Posttraumatische Belastungsstörung (DeGPT / AWMF, 2026)
- Terminservicestelle 116 117 (Kassenärztliche Bundesvereinigung, 2024)
- Telefonseelsorge (TelefonSeelsorge Deutschland, 2024)
- Psychische Krisen (gesund.bund.de, 2024)
Eine namentliche fachliche Begutachtung liegt derzeit nicht vor; deshalb weisen wir keine Prüferzeile aus.
Weitere Informationen
Weitere Informationen finden Sie im Themenbereich Trauma und PTBS.
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